Die quälenden Erziehungmethoden der “Tigermutter” Amy Chua
Drill bis zum Umfallen, bedingungsloses Gehorchen, gnadenloser, autoritärer Umgang. Sie meinen, es geht um Soldatenausbildung? Falsch. Es geht um Erziehungsmethoden, wie sie Amy Chua propagiert. Kinder, so die Überzeugung der Yale-Professorin, werden nur mit Druck und Strenge erfolgreich. »Ich bin Chinesin, ich habe keine Zeit, Spaß zu haben«, soll die ältere der Chua-Töchter einem Freund gesagt haben.
Handelt es sich bei solchen Methoden noch um Erziehung, um Vorbereitung auf ein zufriedenes Leben, um einen würdigen Umgang? Nein, nein und nein! Was Amy Chua beschreibt, ist entsetzliche, tägliche Qual und Folter. Da wird Individualität brachial unterdrückt. Da wird spielerische, lebendige Entdeckerfreude in feste, tote Bahnen zementiert.
Erfolg im klassischen Sinn werden diese Kinder sogar haben. Die Statistiken zeigen, dass in den USA viele Nachkommen chinesischer Einwanderer auf Eliteunis studieren. Die Statistiken zeigen aber auch, dass die Suizidrate unter ihnen steigt.
Gewiss ist es Aufgabe der Eltern, ihren Kindern auch Tugenden wie Durchhaltevermögen nahezubringen. Und wenn der Eifer fürs Lernen mal nachlässt, sie dabei zu unterstützen, sich doch hinzusetzen. Messlatte dafür sind jedoch die Begabungen, Neigungen und Interessen des Kindes – nicht die Forderungen, Ansprüche und Werte der Eltern.










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