Ein papierloses Büro? Nein danke!
Seit vielen Jahren wird der Traum vom papierlosen Büro geträumt. Oder soll ich lieber Albtraum sagen? Bei mir jedenfalls spielt Papier eine wichtigere Rolle denn je – vor allem, seit ich mich nach den Prinzipien von GTD organisiere.
Vor 30 Jahren wurde im PARC, dem Think-Tank des Kopierer-Herstellers Xerox das papierlose Büro erfunden; und trotz PC, E-Mail und E-Books schnellt der Papierverbrauch weiterhin in die Höhe: In US-Büros, so lese ich im Freitag,  nahm der Papierkonsum zwischen 1999 und 2008 um 43 Prozent zu! Der tägliche Durchschnitts-Verbrauch eines einzelnen Büroarbeiters beträgt 200 Seiten.
Nützen also die neuen Technologien gar nichts? Ich schaue mir meinen Alltag an und stelle fest, dass Papier nach wie vor eine große Rolle spielt: Meine GTD-Organisation mache ich zwar am Rechner, ich nutze Evernote als Notizverwaltung und versuche auch, immer seltener Artikel und Mails auszudrucken und sie statt dessen am Rechner oder auf dem iPhone zu lesen.
Was für mich aber sehr wichtig ist, sind Notizzettel. In jedem Zimmer liegt ein kleiner Block nebst Kuli, in jeder Jackentasche steckt ein kleines Notizbüchlein oder Karteikarten, am Arbeitsplatz habe ich immer einen Block oder ein Clipboard mit Konzeptzetteln liegen, auf die spontane Ideen oder Gedanken kommen: wen ich noch alles anrufen muss, an was ich auf dem Heim denken sollte, eine Idee für einen Artikel … Ganz im GTD-Sinn versuch ich alles sofort aus dem Kopf zu bringen und mir “extern” zu merken. Und in puncto Schnelligkeit und Einfachheit ist Papier nicht zu schlagen!
Zunehmend wichtig wird für mich der Notizblock neben dem Computer. Das funktioniert aber nur, weil ich diese Notizen mehrmals am Tag auch anschaue und sie am Ende des Arbeitstages in das GTD-System einpflege. Sonst würde mein Unterbewusstsein nicht so einfach diese Ideen und To-Dos loslassen können.










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