Die Dänen machen’s vor: Lernen für sich selbst

Jugendliche treffen sich freiwillig in Unterrichtsräumen, büffeln und machen Hausaufgaben ganz ohne Notendruck  und strenge Lehrer-Blicke. Und nach einigen Monaten gehen sie raus und haben nicht mal ein Zeugnis oder sonst eine Bescheinigung in Händen. In Deutschland undenkbar, in Dänemark aber gang und gäbe.

Dort lernen sie in der “Folkehøjskole” (also in der Volkshochschule, die mit unseren VHS’en aber nicht vergleichbar sind) eigentlich “brotlose” Dinge: Philosophie, Literatur oder die Kunst des Kaffeeröstens. Leitspruch der Schulen: “Finde raus, worin du gut bist”; Bildung soll Abenteuer sein. Der gesitige Vater dieser Volkshochschulen ist Nikolaj Frederik Severin Grundtvig, Pastor, Dichter und Historiker, der vor rund hundert Jahren lebte. Er wollte eine lebenswerte Gesellschaft errichten mit freier Bildung, ohne Druck und ohne Paukwissen für alle. Christoph Titz hat für Spiegel Online eine sehr lesenswerte Reportage darüber geschrieben.

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