Die Dänen machen’s vor: Lernen für sich selbst
Jugendliche treffen sich freiwillig in Unterrichtsräumen, büffeln und machen Hausaufgaben ganz ohne Notendruck und strenge Lehrer-Blicke. Und nach einigen Monaten gehen sie raus und haben nicht mal ein Zeugnis oder sonst eine Bescheinigung in Händen. In Deutschland undenkbar, in Dänemark aber gang und gäbe.
Dort lernen sie in der “Folkehøjskole” (also in der Volkshochschule, die mit unseren VHS’en aber nicht vergleichbar sind) eigentlich “brotlose” Dinge: Philosophie, Literatur oder die Kunst des Kaffeeröstens. Leitspruch der Schulen: “Finde raus, worin du gut bist”; Bildung soll Abenteuer sein. Der gesitige Vater dieser Volkshochschulen ist Nikolaj Frederik Severin Grundtvig, Pastor, Dichter und Historiker, der vor rund hundert Jahren lebte. Er wollte eine lebenswerte Gesellschaft errichten mit freier Bildung, ohne Druck und ohne Paukwissen für alle. Christoph Titz hat für Spiegel Online eine sehr lesenswerte Reportage darüber geschrieben.
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2 Antworten to “Die Dänen machen’s vor: Lernen für sich selbst”
schreibt am Juni 14th, 2010 at 07:59
Vergleichbare Bildungsprojekte gibt es es auch in Deutschland, allerdings sind sie nur Wenigen bekannt. Einige Heimvolkshochschulen in Deutschland – sozusagen die Entsprechung der dänischen folkehøjskole – bieten ähnliche Kurse an, ua. die HVHS Hermannsburg: 5 Monate leben und lernen junge Erwachsene gemeinsam, freiwillig und (meistens) voller Elan. Das Motto: “moving times – Zeit für Veränderung”. Das Konzept kann man unter http://www.winterkurs.de im Detail nachlesen.
schreibt am Juni 21st, 2010 at 10:55
Hallo Christian Makus,
vielen Dank für den Hinweis. Klingt sehr spannend!
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