doit.im: “Things” auch auf dem PC
Ich persönlich organisiere mich mit Things, einer Software, die den GTD-Prozess sehr klar für den Rechner umsetzt. Der große Vorteil: Sie ist flexibel, einfach in der Handhabung und mobil, weil sie nicht nur für den Tischrechner, sondern auch fürs iPhone gibt und weil sich beide Versionen problemlos und easy miteinander synchronisieren. Der große Nachteil: Things läuft nur in der Apple-Welt.
Kürzlich habe ich mit doit.im aber ein Programm gefunden, das ganz ähnlich funktioniert, und auch ganz ähnlich aussieht. Ja, eigentlich müsste ich von einem Plagiat sprechen. Sein großer Vorteil: Es läuft dank AIR auch unter Windows und Linux. Und es gibt ebenfalls eine mobile Version für Android-Geräte. Der Nachteil (für mich als Apple-Fan): Es läuft nicht auf dem iPhone, die Einbettung in den Mac fehlt.
doit.im ist ein App für AIR, die Laufzeitenumgebung von Adobe. AIR lässt sich von Adobe (dem Erfinder des pdf-Formats) kostenlos herunterladen. Von dort werden auch die Apps geladen und mit einem Mausklick installiert. Dabei kommt ein Feeling wie beim iPhone auf. Alles geht superschnell udn einfach, ohne umständliche Installationsprozedur.
doit.im baut die komplette Umgebung des GTD-Systems virtuell nach: Es gibt eine Eingangsbox, die Ordner mit »Next Actions«, »Someday«, »Today« und zusätzlich “Tomorrow”. Es können to-Do’s angelegt werden, die sowohl zu einem Projekt gehören, als auch frei erscheinen können. Mittels Tags lassen sich die To-Do’s verschlagworten. Die Tags sind es auch, die die Kontextlisten simulieren. Zusätzlich lässt sich doit.im mit dem Google-Kalender synchronisieren sowie die einzelnen Aktivitäten per Mail versenden.
Mein Eindruck: Eigentlich ein sehr starkes Programm, wenn … Ja, wenn da nicht der Makel des Plagiats wäre. Auf mich wirkt es wie ein plumper Nachbau. Klar ist es kostenlos, denn die Idee, das Hirnschmalz, im Vorfeld einer solchen Anwendung, haben andere Entwickler geleistet, nämlich die Stuttgarter Firma Cultured Code. Auf das Plagiat hingewiesen, kam von ihnen aber keine sehr substanzielle Antwort. Sie geben zu, dass sie bei Nachahmern, die in Russland oder in China sitzen, machtlos sind.
Für mich jedenfalls ist das der Hauptgrund, doit.im nicht zu verwenden.











5 Antworten to “doit.im: “Things” auch auf dem PC”
schreibt am Oktober 20th, 2010 at 12:33
Wieso ist es ein Plagiat? Die GTD Methodik minimalistisch zu implementieren, geht halt kaum anders. Hirnschmalz war auch bei Things nicht gefordert. David Allen hat alles vorgedacht. Ich habe endlich mit doit.im einen Taskmanager gefunden, der GTD genau implementiert und man nicht erst herumfriemeln muss wie bei Evernote oder Remember The Milk.
schreibt am Oktober 20th, 2010 at 14:50
Hallo skoWWi.
Wer sich mal die GTD-Tools anschaut, sieht, dass man diese Methodik auch ganz anders implementieren kann – bei gleichem Ablauf. (Vergleiche etwa das neue GeeTeeDee, Simple GTD oder OmniFocus)
Und wenn ich doit.im und Things direkt miteinander vergleiche, stelle ich fest, dass die Nutzerführung, die Art und Weise, wie neue Aufgaben angelegt werden, die Oberfläche ziemlich nah beieinander sind.
Außer Frage steht aber, dass doit.im gut ist, auch was die Einbindung der Googledienste angeht.
schreibt am Oktober 20th, 2010 at 15:01
Ich bin sozusagen von GeeTeeDee gekommen und finde, dass gerade auch diese Software große Ähnlichkeiten im Design hat. Lediglich die Gruppen haben einen anderen Standardnamen. (Und ich finde die Trennung von Kontext und Ordnern ist nicht so deutlich)
Ich benutze Windows, Linux und einen Ipod Touch als Mobile Device und für diese Kombination gibt es leider wenige GTD Anwendungen, die nicht zu “gewaltig” sind. (Chandler oder die diversen Online Notes gefallen mir nichit) SimpleGTD habe ich mir allerdings noch nicht angeschaut.
Bei GeeTeeDee fehlt mir noch die Synchronisation und die mobile App. Eine Website würd auch nicht schaden (Unwahrscheinlich, dass die kommt, da wieder zusätzliche Kosten, denke ich)
schreibt am Oktober 20th, 2010 at 15:06
Simple GTD ist wirklich simpel. Es läuft komplett im Web, es gab (zumindest als ich es mir angeschaut habe) keine Möglichkeit der Sicherung, und tatsächlich ist einer Teilnehmerin eines Workshops die Arbeit von einem Abend dadurch flöten gegangen. Lohnt sich als eingefleischter GTD’ler also nicht, sich das anzuschauen.
Aber wie arbeitet es sich denn ohne Synchronisation mit dem iPod Touch?
schreibt am Oktober 20th, 2010 at 19:12
Wieso ohne? Ich habe meinen Ipod “gejailbreaked”. Dafür gibt es bereits eine doit.im App.
http://twitter.com/#!/doitim
Dort findet man immer die neuen Versionen.
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