Immer mehr grau in grau

In Deutschland gibt es immer mehr depressive Menschen. Das ist das Ergebnis einer Studie der KKH-Allianz. Zwischen 2004 und 2008 sind bundesweit entsprechende psychische Erkrankungen um 23 Prozent gestiegen. Besonders betroffen sind junge Männer unter 20 Jahren, bei denen ein Anstieg um 41 Prozent zu verzeichnen ist.

Die Ursachen für diese generelle Entwicklung sind nach Ansicht von Marco Kohlenberger vom KKH-Allianz Servicezentrum vielfältig: “Die Wirtschaftskrise und damit verbundene Existenzängste können genauso eine Rolle spielen wie eine zunehmende Orientierungslosigkeit in unserer globalisierten Gesellschaft.” Darüber hinaus seien Depressionen heute auch weniger tabuisiert, Menschen würden sich folglich eher in ärztliche Behandlung begeben.

“Dass wir uns gerade angesichts des langen Winters an manchen Tagen abgespannt und erschöpft fühlen, ist nicht ungewöhnlich. Hier helfen in der Regel schon frische Luft und Bewegung im Freien”, so Kohlenberger. “Wer aber über mehrere Wochen Symptome wie Müdigkeit und Antriebslosigkeit verspürt, sollte nicht zögern, einen Arzt aufzusuchen.”

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