Multitasking funktioniert nicht
Frühstücken, Zeitung lesen, Morgenmagazin schauen, Morning-Show im Radio hören und noch mit dem Partner reden? Fehlanzeige! Menschen können nicht mehrere Dinge gleichzeitig erledigen (übrigens auch Frauen nicht
). Multitasking ist ein Mythos, das menschliche Hirn arbeitet seriell. Das machen immer mehr Studien deutlich. Diese Ergebnisse haben Auswirkung auch auf den immer dichter werdenden Arbeitsalltag.
Erst jüngst hat ein Team um den englischen Kommunikationsforscher Clifford Nass selbsterklärte Multitasker mit modernen bildgebenden Verfahren genauer angeschaut, wie das Handelsblatt berichtet. Ihr Ergbnis: Die Multitasker sind wohl Menwschen, die überdurchschnittlich viele Medien gleichzeitig konsumieren, doch sie sind auch recht unkonzentriert dabei und lassen sich leicht ablenken. “Sie denken immer darüber nach, was sie zuvor getan haben oder in Zukunft machen werden, und verschlechtern damit ihre Denkleistung”, kommentiert Nass.
Und Iring Koch, Psychologe an der RWTH Aachen, ergänzt: “Multitasking im strengen Sinne – man erledigt mehr als eine Aufgabe gleichzeitig und störungsfrei – gibt es wohl nicht.” Grund dafür ist der präfrontale Cortex, der wohl recht langsam arbeitet und dadurch zum Bremsklotz wird.
Wie arbeite ich also effektiv? Da gibt es die immergleichen Antworten, die durch die moderne Hirnforschung gestärkt werden:
- Meinen Arbeitsalltag so einrichten, dass ich größere Brocken am Stück erledigen kann.
- Möglichst für längere Zeit an einer Sache dranbleiben, (um dem gefürchtetem Sägezahn-Effekt zu entkommen)
- Und möglichst viele Störungen eliminieren. Die notivication des Mailprogramms ausschalten, womöglich sogar den AB anwerfen, Twitter abschalten.
Tags : Multitasking, Zeitmanagement
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3 Antworten to “Multitasking funktioniert nicht”
schreibt am Februar 18th, 2010 at 08:56
[...] seiner Darstellung: “Multitasking funktioniert nicht” räumt er mit ein paar Klischees [...]
schreibt am Februar 20th, 2010 at 01:23
macht doch auch im gestaltsinn sinn! “pendeln” ist das stichwort, oder? und wir können eben nicht mehrere dinge gleichzeitig in den fokus nehmen.
schreibt am Februar 22nd, 2010 at 22:45
Gestalt ist eben phänomenologisch angelegt: Wir, d. h. unser Hirn tickt so. In der Gestalt schauen wir einfach genau hin und schauen, was ist. Und stellen uns eben nicht vor, was sein könnte oder was besonders toll wäre.
By the way: Der gute alte Fritz hat ja immer vom “computern” gesprochen, wenn jemand zu viel rationalisiert hat. Was für die damalige Zeit ganz witzig war. Heute sehen wir, dass unser Hirn auch was die Multitasking-Fähigkeiten angeht, eben doch anders arbeitet als ein blöder Computer.
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