GTD mit Rechner und Notizbuch: Ein Experte im Interview
Florian Steglich (28) schreibt für das Produktivitäts-Blog imgriff.com. Ich wollte wissen, wie jemand arbeitet, der sich jeden Tag mit dem Thema Produktivität auseinandersetzt.
Ist der Ansatz von »Getting Things Done« nicht schrecklich formal?
Florian Steglich: Diesen Eindruck hat wahrscheinlich jeder, der von diesem System hört. Man muss das aber nicht so dogmatisch umsetzen. Beispielsweise schreibt David Allen an einer Stelle auch von dem Eingangskorb, den er für seine Frau eingerichtet hat. Dort soll sie die privaten Nachrichten an ihn reinlegen, anstatt sie ihm zu sagen. Das ist, glaube ich, echt zu viel.
Arbeiten Sie mit diesem System?
Steglich: Ich habe mir Teile herausgenommen. Beispielsweise arbeite ich mit Kontextlisten für Einkäufe, Anrufe und Ähnliches.
Ganz praktisch: Haben Sie diese Listen in einem Planer oder im PC?
Steglich: Ich arbeite mit dem Online-Tool »Backpack«. Da ist eine Liste drin mit allen Dingen, die ich online erledigen muss, weil ich ja dann sowieso vor dem Computer sitze. Die Liste mit den Besorgungen habe ich auf einer Karteikarte und immer dabei. Die anderen Listen habe ich nach Kontext verteilt.
Was machen Sie, wenn Ihnen unterwegs etwas einfällt, was Sie online erledigen müssen?
Steglich: Das kommt dann in mein Notizbuch.
Und Sie haben dann die Disziplin, diese Sachen sofort zu übertragen?
Steglich: Nein, nicht direkt. Ich setz mich alle paar Tage hin und schau mir die Notizen durch.
Woher kommt Ihr Interesse für diese Produktivitätstools?
Steglich: Zum Teil, weil ich mit Ordnung und diesen Sachen Probleme hatte. Bei mir herrschte immer ein Zettelchaos.










Einen Kommentar hinterlassen